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Johann Philipp Treffler, Augsburg, um 1680, äußerst seltene 1-zeigerige astronomische Augsburger Wand/Tischuhr,

Art.Nr.:
5483-09
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auf Werk kunstvoll signiert „Gio Fillipo Treffler, Augustano“, (Lit. Abeler II, Seiten 560/561) mit umfangreichen Informationen, kam 1653/55 an den Hof des Großherzogs Ferdinand II von Toscana nach Florenz und arbeitete dort mit Vincenzo Viviani, einem Schüler Galileis, zusammen und spielte infolgedessen auch eine wichtige, jedoch noch nicht vollständig geklärte Rolle bei der Erfindung des Pendels. Angeblich soll er schon 1656 Pendeluhren gebaut haben …., mit Dokumentation über sein Schaffenswerk, u.a. Broschüre von Silvio A. Bedini, Direktor des Smithonian Instituts in Washington, von 1957 „Johann Philipp Treffler, Clockmaker of Augsburg“, mit 41 Seiten und schwarz/weiß-Abbildungen. Rechteckige Messing-Zifferblattfront mit
aufgelegten, ausgeschnittenen, reliefierten Verzierungen und Holzrahmen, ursprünglich vermutlich in ein Tischuhr- oder Wanduhrgehäuse eingebaut, vergoldeter Zifferring mit römischen Zahlen und innerer arabischer Minutenskala, am
oberen Rand Fenster für Datum, am unteren Rand Fenster für Monate mit Monatslängenangaben, am linken und rechten Rand 2 Fenster mit 2 Messingscheiben für Jahreszahlen ab 1680, wahrscheinlich das Herstellungsdatum, links Skala graviert von 16-18, rechts gravierte Skala von 80-99, vermutlich sollte die Skala  danach für andere Jahreszahlen erneuert oder neu graviert werden, Monat und Datum werden automatisch geschaltet, die Jahreszahleinstellungen erfolgen manuell, an drei Seiten verglastes Messinggehäuse mit Abstandsdornen, rechteckiges Messingplatinenwerk mit Spindelgang über Schnecke und Kette und Vorderpendel, intakt, mit Ergänzungen restauriert (5483), M = 32 x 24 (Zifferblatt-Rahmen), 19 x 7,5 x 6,5 cm (Uhrgehäuse)                  
Seltene, museale Sammleruhr eines berühmten Uhrmachers seiner Zeit.
Aus Augsburger Stadtlexikon – Die Stadtgeschichte von Augsburg:
Johann Philipp Treffler: Geboren am 21.8.1625, gestorben 21.1.1698. Zog
um 1650 nach Florenz, war Hofuhrmacher der Medici und baute dort die erste brauchbare Pendeluhr nach Galileis Ideen. 1665 durch Heirat zurück in Augsburg. Mitglied der Kaufleutestube. Arbeitete als Silberdrechsler, Uhrmacher (Nachtuhren) und Optiker. Zwistigkeiten mit den Handwerkern (weil ohne Meisterstück), aber Schutz durch den Kaiser. Auch als Agent für die Medici tätig, vermittelte den Bau der Turmuhr am Palazzo Veccio in Florenz durch den Augsburger Großuhrmacher
Georg Lederle.